Für Vermieter

Von Meldepflicht bis Mietvertrag - Wir haben Ihnen übersichtlich zusammengestellt, welche Regelungen, Formulare und anderen bürokratischen Voraussetzungen es zu beachten gilt, wenn Sie als Vermieter im Landkreis Ammersee-Lech Ferienwohnung, Pension und Co. betreiben wollen.

Meldepflicht

Jeder einzelne Beherbergungsbetrieb – egal ob Ferienzimmer, Ferienwohnung oder Hotel und unabhängig von der Betriebsgröße – ist in Deutschland verpflichtet, für jeden Gast einen besonderen Meldeschein nach §§ 29, 30 Bundesmeldegesetz (BMG) auszustellen.

Als Betreiber der Beherberbungsstätte haben Sie diese Meldungsscheine bereitzuhalten. Davon ausgenommen sind Einrichtungen, die der Aus- und Fortbildung von Jugendlichen oder Erwachsenen dienen, sowie Jugendherbergen, Berghütten und unter bestimmten Umständen auch Betriebs- und Vereinsheime.

Meldescheinvorlagen stellt u.a. der Tourismusverband seinen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung. 

Mietvertrag Muster

Sie möchten Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus in Ammersee-Lech vermieten? Hier erhalten Sie einen Mustermietvertrag, mit dem Sie die Vermietung rechtssicher abwickeln können. Erstellt wurde der Vertrag vom Deutschen Tourismusverband.

Hier finden Sie den Mustermietvertrag als PDF-Datei.

Klassifizierungen

Die Klassifizierung mit Sternen ist ein immer wichtiger werdendes Qualitätsmerkmal für unsere Gäste. Nutzen auch Sie die Klassifizierung, um Ihr Quartier dem Gast gegenüber besser zu vermarkten.

Die Klassifizierung von Ferienwohnungen, -häusern und Privatzimmern wird nach bundesweit einheitlichen Kriterien des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) durchgeführt. Weitere Informationen zur Klassifizierung finden Sie auf der Website des DTV.

In Bayern hat der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) die BTG Bayern Tourist GmbH mit der Durchführung der Hotelklassifizierung beauftragt. Sie möchten Ihr Gasthaus, Ihren Gasthof oder Ihre Pension in Sternen einstufen lassen? Alle Informationen dazu finden Sie auf dem Auftritt der BTG.

Nützliche Informationen

Sie wollen Antworten auf alltägliche Vermieterfragen? Sehen, wie es andere machen? Der Tourismusverband Oberbayern München e.V. (TOM) unterstützt Sie mit umfangreichen Informationen, originellen Beispielen, praktischen Checklisten und vielfältigen Tipps. Rufen Sie dafür den Service-Ratgeber für Gastgeber des TOM auf.

Streitthema Endreinigung? - §1 Preisangabenverordnung

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 6. Juni 1991 (I ZR 291/89, abgedruckt in NJW 1991, S. 2706) entschieden, dass der Anbieter einer Ferienwohnung bzw. eines Ferienhauses verpflichtet ist, bei der Angabe von Mietpreisen Endpreise anzugeben.

In diesen Endpreis sind alle pauschalen und in jedem Fall zu zahlenden Nebenkosten für Strom, Wasser, Gas und Heizung sowie die von vornherein festgelegten verbrauchsunabhängigen Kosten für Bettwäsche und Endreinigung einzubeziehen, soweit die Inanspruchnahme dieser Leistungen nicht freigestellt ist.

Da bei diesen Kosten von vornherein feststehe, in welcher Höhe sie anfallen werden, sind sie als fester Preisbestandteil zu verstehen und in den Endpreis einzubeziehen. Diese Verpflichtung ergibt sich aus § 1 Preisangabenverordnung. Sie dient der Klarheit und Vergleichbarkeit des preislichen Angebots.

Diese BGH-Entscheidung bedeutet jedoch nicht, dass Nebenkosten für Heizung, Gas, Strom und Wasser nicht auch nach Verbrauch abgerechnet werden können. Bei einer verbrauchsabhängigen Abrechnung ist der Nachweis der tatsächlich entstandenen Kosten z.B. durch einen Zähler erforderlich.

Die Gastaufnahmebedingungen und Haftungsausschluss enhalten wichtige Hinweise zur Preisgestaltung im Gastgewerbe.

Internetnutzung durch den Gast

Hat der Gast ein Recht auf Internetnutzung? Das Merkblatt des DEHOGA bringt Rechtsklarheit, was Internetzugänge für Gäste in Hotels, Pensionen und Gasthöfen angeht. 

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